Was ist ein Hipster?

Immer öfter wird zur Zeit der Begriff „Hipster“ gebraucht. Aber was ist ein Hipster und wer sind Hipster? Und hier sind keine Unterhosen gemeint, dies heißen nämlich Hipsters. Nicht verwechseln 😉 So und nun zur Erläuterung:

Als Hipster werden vor allem jungen Menschen bezeichnet, die überwiegend zwischen 20 und 30 Jahre alt sind. Sie leben Werte wie selbständiges Denken, Gegenkultur und fortschrittliche Politik. Sie interessieren sich für Kunst, Indie Rock, Kreativität, Bildung und geistreiches Wortgeplänkel.

Hipster in Soho

Hipster in SoHo by Joel Bedford unter CC

Eine hohe Konzentration an Hipstern findet man vor allem in IN Vierteln großer Metropolen dieser Welt, wie London, New York oder Berlin. Obwohl das „Hipstertum“ in erster Linie eine Geisteshaltung bzw. ein Lifestyle ist, ist es oft mit einem ausgeprägten Modestil verbunden. Hipster lehnen die Haltung von Mainstream Konsumenten ab und tragen vor allem Vintage Kleidung und kaufen am liebsten in günstigen oder Second Hand Shops ein.  Sie tragen oft eng geschnittene Jeans, Old School Sneakers und auffällige Brillen mit einem dicken und extravaganten Gestell. Sowohl Hipster Männer als auch Hipster Frauen bevorzugen ähnliche androgyne Frisuren und Hairstyles und tragen eine Kombination aus zerzausten Haaren und asymmetrischen auf eine Seite gestylte Ponys bzw. Deckhaare. Oft wir der Hairstyle mit der Arbeit eines kreativen Stylisten in Urbanen Haarstudios in Verbindung gebracht, die meist zu „edgy“ für die kulturell behüteten Mainstream Konsumenten sind. Hipster haben diesen mühelos coolen urbanen Bohemian Look, sieht man oft in den Werbeplakaten von Urban Outfitters oder American Apparel, die damit vor allem diese Zielgruppe ansprechen wollen. Zwar würde man es auf Grund des lässigen Styles der Hipster nicht vermuten, aber sie sind meist sehr gebildet und haben einen Abschluss in Kunst, Mathematik oder anderen Wissenschaften und sind künstlerisch/kreativ sehr begabt. Da verwundert es einen nicht, dass sie vor allem Jobs im Bereich Musik, Kunst und in der Modebranche haben. Entgegen allgemeiner Vermutung sind Hipster nicht arbeitslos und leben auch nicht vom Geld ihrer Eltern.

Das Hipstertum zeichnet sich vor allem dadurch aus, sich von allem was Mainstream ist abzuwenden und sich nicht so sehr von der Werbung und den Medien beeinflussen zu lassen, die ein zu idealisiertes Schönheitsideal bewerben. Androgynität und Feminismus haben die Hipster Kultur beeinflusst und Männer sind inzwischen genau so schlank wie die Frauen die dieser Bewegung angehören. Unter ihnen gibt es auch keine interkulturellen Barrieren und so sieht man oft Pärchen, die verschiedenen Rassen und Kulturen angehören. Hipster haben das Dreieck als Symbol und Merkmal für sich entdeckt. Das so genannte Hipster Dreieck ▲. Dies findet man auf CD Covern von Bands, auf T-Shirts oder inzwischen auch als beliebtes Tattoo.

Ein weiteres wichtiges Merkmal der Hipster ist ihr Trendgespür: sie sind Pioniere und Entdecker der neuesten kulturellen Trends und Ideale. Sie hören Musik von Bands, die noch nicht berühmt sind, tragen Kleidung von Designern die noch keiner kennt – wenn diese dann bekannt und Mainstream werden, ziehen sie zu den nächsten neuen und verbesserten Trends weiter, weil Hipster den Mainstream kategorisch ablehnen.  Die Ironie hier ist, dass viele Kritiker der Hipsterkultur unwissend der Spur der Hipster folgen, da viele Bands und andere Trends erst bekannt bzw. zu Mainstream wurden, weil Hipster sie zuerst entdeckt haben. Auf Grund des großen Erfolgs von Fotoblogs und Social Network Plattformen, ist das Lebensgefühl und die Philosophie des Hipstertum keine Subkultur mehr, die allein in den großen Metropolen stattfindet, sondern hat ihren Weg an die Oberfläche gefunden. Viele legen das Hipstertum als ein reines Image Ding ab und doch beeinflusst diese Bewegung Änderungen in der ganzen Gesellschaft. Wie bei jeder neuen Gesellschaftsbewegung, gibt es natürlich auch schon die zahlreiche Hipster Witze.



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Und falls ihr immer noch nicht wisst, was ein Hipster ist, dann lasst es mich mal für euch Googlen.

9 Comments

  • Mike
    4. Mai 2015 - 21:30 | Permalink

    was ist ein hipster mit einem Bein?

    A: ein hopster

  • Pingback: Heinrich Zille – der Pinselheinrich in seinem Milljöh | @inzuam

  • Jack O'Neil
    11. Juni 2015 - 14:49 | Permalink

    Den Mainstream einfach zu invertieren ist auch eine Form von Trendfolge… und dann jeden ausgrenzen, der der vermeintlichen Mainstreamkultur auch nur in Ansätzen folgt. Kleinkariert wie jeder Spießer eigentlich…

    Das euer Comichipster ausgerechnet ein IPhone 6 bei sich trägt, zeigt aber klar, dass exzessive und blinde Konsumwut (Mainstream) auch bei Hipstern ihre Anhäger findet.

    Lasst es einfach sein mit dem Schubladendenken und dem Kategorisieren, das wäre mal echt Hip!

    LG, eure SG1

  • Lila
    12. Juli 2015 - 21:30 | Permalink

    Was wiegt ein Hipster? – Ein Instsgram! 😀

  • Michael
    27. September 2015 - 19:29 | Permalink

    Ganz ehrlich ? Hipster sind genau das, was der Definition widersprechen würde, nämlich trendy Mitläufer. Ich lehne den Mainstream seit Jahren ab, na und ? Mache ich deswegen einen Hype drum ? Das Hipstertum IST Mainstream, und zwar der fürchterlichsten Sorte.

  • Qubo
    29. September 2015 - 08:04 | Permalink

    Na das ist ja mal ein unkritischer Lobgesang auf den Hipster. Auch mich nervt der inflationäre Gebrauch des Wortes und diese Verteufelung, aber man sollte schon auch erwähnen, dass es eben eine spezifische Oberflächlichkeit ist, die den Hipster auszeichnet. Es geht eben nur um Trends und denen wird blind gefolgt und alles latent veraltete wird wieder verworfen, sie personifizieren damit ein Problem unserer Zeit. Diese Kurzatmigkeit kann garnicht zu einer tiefen Auseinandersetzung führen und es fragt sich, welche Charaktere das dann hervorbringen soll?
    Im Prinzip ist das nur eine Jugendbewegung, die gegen Alltagslangeweile demonstrieren möchte. Leider hat sie bisher nicht so viel Innovationen hervorgebracht wie andere Jugendbewegungen vor ihr, auch wenn der Autor uns das suggerieren möchte.

  • Qubo
    29. September 2015 - 08:17 | Permalink

    Nur weil sie so viel besetzen, was mit Kreativität zu tun hat (weil das eben die Königsdisziplin der Coolness ist dieser Tage), heißt das nicht, dass sie wirklich so kreativ sind, wie die Jugendbewegungen, aus denen sie sich eklektizistisch bedienen. Was sie ungewollt fördern werden ist eine Gegenbewegung der demonstrativ nicht-modischen Substanziellen. Bin gespannt.

  • Andrea
    28. Oktober 2015 - 00:39 | Permalink

    Hier bin ich gelandet, nachdem ich bei Google den Begriff „Hipster“ eingegeben habe. Ich wollte wissen, worüber unsere Tochter spricht.
    Bin ich froh, daß ich fünfzig bin!!!!!! An den Stress mit der Uniformität erinnere ich mich auch noch. Popper, Freaks, Punks….. waren es in den 70/80ger Jahren. Es bedurfte der „richtigen“ Kleidung und Haartracht um die Chance zu haben, zu angesagten Menschen der Szene evtl Kontakt haben zu dürfen oder in deren Gegenwart gesehen zu werden. Alles nur um überhaupt in zu sein. „Natürlich “ stand allein das Lebensgefühl im Vordergrund. Lustig, daß alles bleibt, wie es war.

  • Bine
    27. Januar 2016 - 14:26 | Permalink

    Ich schließe mich Andrea und Michael an. Ich bin ne ganze Ecke über 50 und auch von der Hipsterbewegung alles andere als angenehm überrascht, eher enttäuscht. Vom aufs iPhone der neuesten Art starren, wird sich die Welt leider nicht ändern. Keiner ist so uniform wie der Hipster. Und seid versichert, ab 40 werdet Ihr ganz sicher sowas von spießig um die Ecke kommen. Wenn die ersten Haare gehen, sitzt der Pony nämlich nicht mehr! Dann wäre es schön, wenn das, was darunter ja doch Potential hat, auch mal gebraucht würde.
    Unklar ist auch, warum der ach so schlaue Hipster keine anderen Gruppen an seiner Seite duldet. Und hier meine ich ganz klar die Generation seiner Eltern. Ein bisschen weniger Arroganz stünde jedem Hipster gut zu Gesicht. Das Leben endet für alle mit dem Tod.

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