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Babynamen für Hipster

Ein Hipster entscheidet nicht nur für sich selbst, dass er diesen Hipster Lebensweg geht. Bekommt er Nachwuchs (höchstwahrscheinlich durch Wasser- oder Hausgeburt), wird dieser zwangsläufig auch in diesen Lifestyle integriert mit einem besonderen Namen, der die Einzigartigkeit und Individualität des Kindes widerspiegeln soll. Die meisten Namen klingen natürlich süß, wenn die Kinder noch klein sind, aber was ist wenn sie älter werden? Auf jeden Fall wird das Kind dank dieser Namen seine Grundschulzeit niemals vergessen.

Hipster Kids

Es gibt tatsächlich Babynamen, die typisch sind.  Lest selbst…

Jungs

  1. Fiete
    Die norddeutsche Version von Friedrich. Der Name eignet sich für Jungs als auch für Mädchen. (Geschlechterrollen sind ja überholt und sowas von Mainstream)
  2. Otis
    Die coolere Version von Otto und spätestens seit dem gleichnamigen Hit von Jay Z und Kanye West definitiv Hipster-tauglich.
  3. Sait
    Kulturen wachsen in Deutschland immer mehr zusammen. Um die konservative deutsche Oma nicht allzu sehr mit der Namensgebung ihres Enkels mit Migrationshintergrund zu überfordern, wird die altdeutsche Variante des eher im Muslimischen bekannten Namens gewählt.
  4. Alois
    Ein Kaltname aus Bayern und Schwaben und sehr Hipster tauglich. Vintage eben
  5. Berghain
    Es ist nichts neues mehr, dass Kinder nach dem Ort ihrer Zeugung benannt werden, siehe Paris Hilton, Brooklyn Beckham, San Diego Pooth. Hipster würden natürlich nicht Städte sondern Locations für den Namen wählen
  6. Canon
    Wahlweise auch Nikon – je nachdem, welche Kamera der Hipster, der sich gerne auch als Hobbyfotograf herumtreibt, hat.

 

Mädchen

  1. Juno
    Inspiriert von Ellen Page im gleichnamigen Indie-Film, setzt Juno ein Zeichen für starke Teenies, die wissen, was sie wollen. Das hoffen zumindest die Eltern.
  2. Wolke
    Die Eigenschaften des Namens können vielleicht auf die Persönlichkeit des Trägers übergehen. Also wählt der Hipster einen Namen der den Charakter des Kindes beschreiben soll.
  3. Odette-Odile
    Doppelnamen sind stark im Kommen. Am liebsten mit großen Namen, wie zum Beispiel aus Schwanensee.
  4. Banksy
    Graffitis sind cool und urban – aber nur mit einer gesellschaftskritischen Botschaft! Ehre wem Ehre gebührt und daher geht die Wertschätzung an Banksy in Form dieses Namens.
  5. Loreley-Delilah
    Namen aus alten deutschen Sagen wirken mysteriös und dennoch heimatverbunden.
  6. Adele / Adeline
    Adele ist einer der wirklich schönen altdeutschen Namen und bedeutet „die Edle“.
  7. River
    Geschlechter sind so mainstream und Hipster stehen da einfach drüber. Deshalb ist River der ideale Namen für Mädchen oder Jungen. Vielleicht wollen die werdenden Hipster Eltern nicht vorher wissen, was es wird und entscheiden sich für diesen Namen.

Ihr wollte eurem Kind auch einen individuellen Namen geben, aber die hier aufgeführten sind schon wieder zu mainstream, da jetzt bekannt und evtl zu oft verwendet? Dann könnt ihr euch euren Hipster Babynamen mit diesem Generator erstellen: Hipster Baby Name Generator

 

allgemein

Was kommt nach dem Hipster Hype?

Gestartet als eine rein informative und leicht satirische Seite über Hipster, fragte ich mich in letzter Zeit: was kommt eigentlich nach dem Hipster Trend?

Ich bin kein Hipster und ich denke inzwischen gehören die reinen stereotypischen Hipster – wie hier auf der Seite beschrieben – auch eher zur aussterbenden Rasse. Nur selten erfüllen die auf den ersten Blick als Hipster aussehenden Personen in den Trendbezirken dieser Städte ALLE hier im Bereich HIPSTER aufgeführten Merkmale über sie. Aber was ist denn passiert? Haben sie sich verändert und sind facettenreicher geworden oder hat sich eine weitere Subkultur gebildet, die nur einige Merkmale der Hipster haben? Einige Medien bezeichnen diesen neuen Trend als Normcore – was ich nicht unbedingt unterschreiben würde – denn dann wäre es wieder der hauptsächlich von den Medien geprägte Normcore und weit entfernt von dem facettenreichem Trend, den ich hier meine und den man eher selten im Internet antrifft. Diese Gruppe hält sich eher im  Hintergrund und es gibt für sie wichtigere Dinge im Leben als Selfies oder Fotos von ihrem Essen zu posten. Aber ob Hipster, Normcore oder andere Subkulturen, sie werden immer da sein und nebeneinander existieren allein der gesellschaftliche Fokus wird von einer Gruppe zur anderen wandern. Heute sind die Hipster IN, morgen die Nerds, übermorgen die Ökos und so weiter…

Was mir vielmehr aufgefallen ist, ist dass mit der gesamten Entwicklung der Emanzipation die Männerrolle sich stark verändert hat. Zum Teil gibt es Männer, die sehr gerne „Hausmann“ und Vater wären und der Meinung sind, die Frau soll/kann Karriere machen und das Geld nach Hause bringen. Und dann gibt es wieder Männer, die an dem klassischen Rollenbild festhalten und der Meinung sind, dass der Mann gewisse Dinge einfach machen MUSS. Es gibt kein richtig oder falsch. Ich bin allerdings der Meinung, dass manche männlichen Werte und eine gute Erziehung ihre Berechtigung haben und auch in der heutigen Zeit beibehalten werden sollten. Doch wie schafft Mann den Spagat? Ein Versuch eine kleine Anleitung und Anreize zu geben, entsteht hier… viel Spaß!

allgemein out and about

Eine hippe Kaffeekultur

Ihr seid immer noch der Meinung Hipster bzw. hippe Menschen sitzen mit ihren MacBooks im Starbucks und trinken dort ihren Kaffee? Das war vielleicht einmal! Außer es ist ein Skinny Vanilla Soja Latte – natürlich 100% Bio, und Vegan :P. Seit der Erstellung der Hipster Klischees haben sich einige Dinge geändert und der Kaffee-Trend geht eher zu den individuellen, urbanen und kreativen kleinen Cafés mit Charakter. Vielleicht ist es euch auch schon aufgefallen, dass diese zur Zeit in vielen In-Vierteln der Großstädte sprießen. Ich finde diese kleinen süßen Cafés haben so einen gewissen Flair, bei dem man sich sofort wohl, inspiriert und motiviert fühlt. Man kann dort ohne Weiteres einen kompletten Nachmittag verbringen – chillige Deep House/Elektro Musik, Kaffeeduft und interessante Leute. Jetzt im Frühling kann man auch wunderbar draußen in der Sonne sitzen und den köstlichen Kaffee mit den Sonnenstrahlen im Gesicht auf sich wirken lassen. Ein Traum! Und wenn für den Außenbereich kein Platz und keine Möbel vorhanden sind? Um so besser! Dann werden wild zusammengewürfelte Tische und Stühle mit Sitzkissen rausgestellt. Auch die Inneneinrichtung ist oft sehr kreativ und ein kleines Kunstwerk für sich: alte, nicht zusammenpassende Möbel; Gläser oder Vasen aus Marmeladen- oder Einmachgläsern; nackte Glühbirnen, die als Lampen von der Decke hängen. Eine völlig andere Welt zu den meist komplett gleichen und von oben bis unten von namhaften Innenausstattern designten Kaffeehausketten. Ich bevorzuge definitiv die erstere Version.

Doch nicht nur die Auswahl an Cafés ist inzwischen groß, die Bandbreite an verschiedenen Kaffee-Angeboten lässt auch keine Wünsche mehr offen – für jeden ist das passende dabei. Es gibt Cafés mit Gastro-Kaffeemaschinen oder sogar Vollautomaten oder auch den „good old“ Filterkaffee. Diesen Filterkaffee haben einige Betreiber sogar bis zu einem Grad perfektioniert, dass man ihn quasi schon als Kunst betrachten kann – und gefühlt auch eine Ausbildung für die Zubereitung braucht 😉 Der Kaffee schmeckt dann natürlich auch besser – Realität oder Einbildung? Das bleibt wohl wie vieles auch eine Geschmackssache. Aber alleine die Tatsache, dass sich jemand bei der Zubereitung so viel Mühe gibt, verdient ein gewisses Maß an Anerkennung. Dementsprechend wird dieser Kaffee wohl meist eher langsam getrunken und genossen  – zumindest stelle ich mir das so vor und in meinem Kopf macht es auch Sinn 😉

Das schöne an diesen kleinen unabhängigen Café Bars ist, dass sie ihre Bohnen oft von kleinen und meist lokalen Röstereien beziehen. Es ist doch besser mehr für seinen Kaffee für eine gute Qualität und eine Flucht aus dem Alltag zu bezahlen, statt den extra Euro an eine Kette allein für die Marke zu geben. Es gibt schon seit Jahren die Bewegung in Richtung hochwertigerer Lebensmittel und bewusstem Genuss. Diese ist definitiv auch beim Kaffee angekommen.

Chemex® Kaffee-Karaffe
Was ich an den kleinen independent Cafés toll finde, sind die Menschen die sich dort aufhalten. Im Gegensatz zu den bekannten und bereits genannten Ketten, wo man meistens Touristen und manchmal auch Businessleute antrifft (was der oft zentral gewählten Lage geschuldet ist), findet man in den kleinen versteckten Café überwiegend kreative, individuelle und entspannte Leute. Keine Fließbandabfertigung mehr sondern man entschleunigt den Alltag und nimmt sich bewusst Zeit, die schönen Dinge des Lebens zu genießen. Vielleicht sollte man auch in der Zeit des Besuchs sein Handy und Laptop auch mal komplett weglegen und diese kleine Kaffeepause ungestört auf sich wirken lassen. Stop the glorification of busy und wir sollten wieder mehr intellektuelle Bohemiens sein!

 

Kaffeekultur - but first coffee !
Kaffeekultur – but first coffee !